Gussofen, Gussöfen, Kaminofen, Kaminöfen, Holzofen, Holzöfen, FeuerAnzünden des Feuers

Verbrennen Sie in Ihrem Ofen nur geeignetes Material. Heizen Sie niemals mit lackiertem oder druckumprägniertem Holz oder mi tchlorhaltigem Kunststoff wie PVC - diese Materialien geben hochgiftige Gase ab. Verbrennen Sie auch kein Treibholz vom Meer. Das Salz in diesem Holz verwandelt sich beim Verbrennen in Chlor. Sie können das Salz aus dem Treibholz herauswaschen, indem Sie das Holz mindestens zwei Jahre lang im Freien den Elementen aussetzen. 

Holz, das draußen gelagert wird, sollte vor Gebrauch mindestens 24 Stunden bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden. Spalten Sie das Kleinholz fürs Anzünden auf einen Durchmesser von ca. 4 cm. Dies wird die Anzündphase vereinfachen und einen schnelleren Zug im Schornstein bewirken.

 

Öffnen Sie bitte vor dem Anzünden alle Luftventile; einige Öfen haben nur eines, andere können zwei haben. Die einfachste Methode zum Anzünden ist wie folgt: 

  1. Legen Sie zwei Holzscheite in die Brennkammer und stapeln Sie das Kleinholz bis zu den Öffnungen für die Sekundärluft. Darauf kommt noch ein halbiertes Holzscheit.
  2. Legen Sie 2-3 Zündblöcke o.ä. unter die obere Kleinholzschicht und zünden Sie sie an.
  3. Bei normalen Zugverhältnissen können Sie jetzt die Tür schließen und das Feuer sich selbst überlassen.

 

 

Eine andere Möglichkeit ist, zwei dicke Holzscheite an die Enden der Brennkammer zu legen. Legen Sie zerknülltes Papier zwischen die Scheite und stapeln Sie darauf dünnes Kleinholz. Achten Sie darauf, dass das Feuer in den ersten 10-15 Minuten genügend Luft bekommt. Es hängt von den Zugverhältnissen ab, ob zusätzliche Luft durch die Tür zugeführt werden muss. 

 

 

 

Legen Sie oft, aber jeweils nur wenig Holz nach. Bei zu starkem Feuer  kann der Schornstein unnötig mit Hitze belastet werden. Halten Sie deshalb das Feuer in Grenzen und achten Sie darauf, dass es nicht schwelt, weil dadurch die Emission von Feinstaub verstärkt werden kann. Im Idealfall brennt das Feuer gut, und der Rauch vom Schornstein ist beinahe unsichtbar.

 

  

 

  

Zug im Schornstein

Wenn der Schornstein völlig kalt ist, müssen Sie zunächst ein wenig warme Luft in ihm erzeugen, damit er zieht. In der Regel brauchen Sie hierfür nur die Ofentür einige Minuten lang offenstehen zu lassen, damit die warme Raumluft im Schornstein nach oben steigt. 

Unter bestimmten Umständen kann sich der Schornsteinzug umkehren. In diesem Fall strömt die Luft im Schornstein in die falsche Richtung, also hinein in den Raum. Ursache hierfür kann ein Wetterumschwung oder zu niedriger Luftdruck im Raum sein. In diesem Fall müssen Sie versuchen, die Strömungsrichtung der Luft im Schornstein durch Verbrennen von etwas Zeitungspapier hoch oben im Kamin zu ändern; außerdem sollten Sie ein Fenster oder Ähnliches öffnen, damit der Luftdruck im Raum steigt.

  

  

Überhitzung

Überhitzung entsteht oft, wenn in kalten Häusern oder Hütten ein Feuer angezündet wird, um den Raum so schnell wie möglich aufzuwärmen. Durch Überhitzung können Kamin und Rohr beschädigt werden, außerdem besteht Feuergefahr. Bei Emailleöfen kommt die Emaille zu Schaden, wenn der Ofen durch ein großes Feuer rotglühend wird. Die Schrauben können sich festbrennen, und die Dichtungen können sich auflösen. Auch die Ofenplatten können sich lockern, woraufhin Risse im Ofen auftreten, was sich wiederum nachteilig auf die Kontrolle der Luftzufuhr zum Ofen auswirkt.

Achten Sie also darauf, dass der Ofen nicht überhitzt wird, zumal die Garantie in solchen Fällen erlischt.

  

  

Normale Verbrennung

Die Flammen, die Sie im Brennraum sehen, sind brennende Gase. Selbst wenn die Flammen allmählich erlöschen, kann die Holzkohle noch lange weiterglühen. Trockenes Holz von massiven Laubbäumen brennt langsam und glüht lange nach. Leichteres Holz von schneller wachsenden Bäumen entzündet sich rasch und glüht nicht so lange nach. Ein normales Feuer brennt gleichmäßig, und man muss nur alle zwei Stunden Brennstoff nachlegen. Beim Nachlegen sollte die Brennkammer nicht zu mehr als zwei Dritteln mit Brennstoff befüllt werden; diese Berechnung gilt, wenn Holz als Brennstoff verwendet wird.